Am Anfang eines typischen Mobbing- Verlaufs steht immer ein Konflikt. Im Berufsalltag sind Konflikte, wie auch im Privatleben, an der Tagesordnung. 

Es handelt sich dabei meistens um Probleme, deren Lösung innerhalb der Bewältigungsmöglichkeiten aller Beteiligten liegen. Anders sieht es dagegen aus, wenn die Konflikte so eskalieren, daß aus einer Meinungsverschiedenheit in Sachfragen ein Beziehungskonflikt wird. 

Plötzlich geht es nicht mehr darum, inhaltliche Differenzen zu beheben, sondern in der Person des anderen die Ursache für die festgefahrene Situation zu sehen. 

In dieser Phase befindet sich der  Konflikt auf einem sehr schmalen Grat, von dem er leicht in den typischen Mobbing-Verlauf  Verlauf abrutschen kann. 

Was mit einfachen Streitereien oder mit Unverschämtheiten gegen die Betroffenen begann, wird zunehmend systematischer.

Anfangs ist die betroffene Person durchaus gleichstark oder sogar noch überlegen. Im Verlauf des Mobbing- Prozesses gerät sie zunehmend in die Unterlegenheit. 

Am Mobbing beteiligt sein können Vorgesetzte ebenso wie Kolleginnen und Kollegen. Ausserdem gibt es Vorgesetzte, aber auch Arbeitskolleginnen und -kollegen, die bei Mobbing lieber wegsehen, als etwas dagegen zu unternehmen.

Aus einer Auseinandersetzung mit anfänglich wenigen Beteiligten entsteht eine Situation, in der ganze Abteilungen, später sogar die direkten Vorgesetzten bzw. die Firmenleitung in der Person des Betroffenen einen "Störenfried oder Querulanten" sehen. Dieser stört den Betriebsfrieden und die normalen Arbeitsabläufe. Um den "Normalzustand" wiederherzustellen wird so lange gegen den Kollegen oder die Kollegin vorgegangen, bis durch ständige Krankheit oder Selbstkündigung bzw. durch eine rechtlich fragwürdige Arbeitgeberkündigung der "Fremdkörper beseitigt ist". 

Untersuchungen und Fallstudien zeigen, daß es im wesentlichen vier Gründe sind, die für die Entstehung von Mobbing verantwortlich sind. Dabei tritt selten einer der Gründe allein auf, sondern es handelt sich häufig um eine Mischung aus verschiedenen Gründen.
  • Die Organisation der Arbeit 
  • Das Führungsverhalten der Vorgesetzten 
  • Die besondere soziale Stellung der Betroffenen

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